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DAS KANDAHAR JOURNAL: DER BLICK HINTER DIE KULISSE

Gedanken und Ideen – Meilensteine und Visionen – Informationen und Wissenswertes, rund um die letzte Schweizer Schuhmanufaktur, ein Familienbetrieb der etwas anderen Art.

Am 15.08.2017 kam das abrupte Ende einer Legende namens Dieter von Allmen. In den 40 Jahren vor seinem Gleitschirm-Absturz brachte Dieter zusammen mit seiner Frau Konstanze von Allmen die Marke Kandahar zum heutigen Kultstatus. Sein Vater Fritz und dessen Gattin Gertrud von Allmen legten seit 1932 das solide Fundament der heutigen Schuhmanufaktur am Thunersee.

Mit der 3. Generation weht erneut ein frischer Wind in den Wänden des in den 60er Jahren erbauten Fabrikationsgebäudes. Nach langer Planung und Entwicklung, mit dem einen oder anderen Ereignis das zu Verzögerungen führte, ging die lang ersehnte Webseite im Dezember 2018 online. Heute ist eine Webseite die wichtigere Fassade einer Firma als die Räumlichkeiten, damit unsere Fans auf der ganzen Welt einen Einblick in unsere vier Wände bekommen.
In diesem Journal wollen wir mit euch, liebe Fans, ein Stück aus unserem Alltag teilen. Oder wir philosophieren über ein Thema das die Welt beschäftigt, vielleicht gibt es auch mal einen detaillierten Einblick in die technischen Aspekte unserer Schuhproduktion. Sogar eine Bildersammlung eines unserer Abenteuer schliessen wir an dieser Stelle nicht aus ;).

Manuel von Allmen: „Ich habe nicht viel für Schuhe und Mode übrig, dazu brauche ich einen kreativen Designer“ Eine schwierige Ausgangslage für den leitenden Inhaber einer Schuhmanufaktur. Auf das Stelleninserat für eine(n) neue(n) Speditionsmitarbeiter(in) bewarb sich Mariano Sulmoni als studierter Modedesigner. Der Zeitpunkt passte hervorragend, Dieter von Allmen und Mariano Sulmoni hatten vor dem tragischen Unfall die Gelegenheit sich kennenzulernen und sogar einige Stunden zusammen am CAD Schuhe zu modellieren – Glück im Unglück. Ohne mit der Wimper zu Zucken, akzeptierte Herr Sulmoni den Arbeitsvertrag unter den neuen Umständen und sah es als Gelegenheit sich zu verwirklichen. Bereits an seinem ersten Tag übernahm er die zentrale Aufgabe des Materialeinkaufes zur massiven Entlastung der gesamten Belegschaft. Heute Kreiert er das neue Gesicht und die Zukunft der Marke Kandahar, neben anspruchsvollen Aufgaben als rechte Hand des Geschäftsleiters. Selbstverständlich lebt die legendäre Handschrift von Dieter von Allmen in unserer Kollektion weiter, sie wird lediglich mit neuen Ideen und Designs ergänzt – Sozusagen „Ds Füfi u ds Weggli“.

Inzwischen wollt ihr sicherlich alle wissen, was es mit dem Tod unseres Patrons auf sich hat.
Seine Leidenschaft war das Gleitschirmfliegen, was ihn seit über zwei Jahrzehnte begleitete. Er wurde als ein äusserst strategischer Wettkampfpilot von seinen Flieger-Freunden beschrieben und erreichte seine Ziele durch akribische Planung und jahrelange Erfahrung. Bis zum Schluss flog er Wettkämpfe und Challenges auf der ganzen Welt, so ereignete sich sein Absturz auch bei einem Wettkampf in Mazedonien als er beim Versuch Höhe zu gewinnen in zu starke Turbulenzen geriet. Für seinen 70. Geburtstag am 11.11.2017 hatte er kein Fest geplant, er lebte wahrhaftig für die Schuhfabrik, die Fliegerei und seine Familie. Seine Frau sowie die Söhne waren sich sofort einig wie das Erbe aufgeteilt werden soll und somit bleibt die Kandahar Schuhmanufaktur zu 100% in den Händen der Familie von Allmen. Die Tradition der Schweizer Handarbeit, an der Dieter sowie sein Vater Fritz festhielten, wird weiterhin das Alleinstellungsmerkmal der Marke bleiben. Manuel von Allmen hat keinerlei Absichten die Produktion aus der Schweiz in eine günstigere Lohnregion zu verlegen. Die Marke bekommt zwar ein neues Gesicht, die Werte und Philosophien bleiben jedoch bestehen.

Kommt mit uns in die Zukunft und lasst euch von der Welt der Schuhhandarbeit verzaubern, es ist ein Handwerk das es zu schützen gilt. Ihr glaubt uns nicht? Bei einem Besuch in der Manufaktur könnt ihr euch selbst überzeugen :).

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