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INTERVIEW CRITERION JOURNAL

Bald ist das Jahr zu Ende und wir freuen uns jetzt schon auf die Criterion 2019!

Im Rahmen unserer Teilnahme an der Criterion 2019 wurde unser Chief Virtuoso, Mariano Sulmoni, für das Criterion Journal interviewt. 

Was wolltest Du mal werden, als Du noch klein warst?

Alles Mögliche… Feuerwehrmann, Magier oder auch Superheld.

Wie bist Du zu Kandahar gekommen? Was hast Du vorher gemacht?

Es war Zufall und Schicksal zugleich. Kurz vor meinem 30. Geburtstag hatte ich mich entschieden, meinen monotonen Alltag als „unterforderter“ Mitarbeiter eines Verlags zu verlassen. Durch eine Ausgeschriebene Stelle als Speditionsassistent bin ich auf die Kandahar Schuhmanufaktur aufmerksam geworden und habe mich Spontan beworben. Daraufhin hatte ich das riesen Glück, dass mir eine Stelle als Einkäufer/Designer angeboten wurde. Mit der raschen Entwicklung meiner Aufgaben wurde ich nach einem Jahr zum Creative Director befördert. Nun bin ich neben dem Einkauf und dem Design auch für das Marketing zuständig.

Wie sieht (grob, in Stichworten) Dein Arbeitstag aus?

Die einzige Konstante in meinen Aufgaben ist die tägliche Bearbeitung meiner E-Mails. Das fängt morgens bereits Zuhause beim Kaffee an und endet auch schon mal kurz vor dem Schlafengehen. Tagsüber bin ich dann mit verschiedenen Projekten, dem Einkauf, das Marketing und mit Mitarbeiteranliegen beschäftigt.

Was ist Dein erster Gedanken nach dem Aufstehen?

Kaffee!

Was liebst Du an Deinem Beruf/Deiner Arbeit?

Die Verantwortung die ich habe und das Vertrauen, dass mir geschenkt wird.

Welchen Herausforderungen begegnest Du und wie?

Die grössten Herausforderungen sind menschliche. Durch mein junges Alter fällt es den Mitarbeitern nicht immer leicht mit gewissen Entscheidungen die ich treffe klarzukommen. Dazu kommt noch, dass wir alle einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund haben. Da kann es passieren, dass Aufgaben oder Entscheidungen missverstanden werden. Bei einem netten Gespräch und einem Kaffee ist dann aber meistens alles geklärt.

Was würdest Du ändern, wenn Du könntest?

Nichts! Ich denke, dass das Leben seinen eigenen Weg geht und wir nur mit Fehlern uns auch weiterentwickeln.

Was würdest Du gerne anpacken, bist aber bis jetzt noch nicht dazu gekommen?

Das Modellieren der neuen Modelle für den Herbst/Winter 19-20.

Arbeiten zum Leben oder Leben für die Arbeit?

Beides. Ein erfülltes Leben habe ich nur, weil ich sowohl privat wie auch beruflich Glücklich bin. Das eine ohne das andere funktioniert für mich nicht.

Was antwortest du, wenn Dich jemand abends fragt, was du den ganzen Tag gemacht hast?

Viel! Es gibt Tage an denen so viel passiert und gemacht wird, dass ich am Ende vom Tag die Frage überhaupt nicht mehr beantworten kann.

Was fällt Dir zu «Work-Life-Balance» ein?

Trendbegriff!

Wie gehst Du mit Stress um? Und wie mit Langeweile?

Grundsätzlich arbeite ich gerne etwas unter Druck. Es spornt sowohl mein körperlichen sowie mein geistigen Zustand an und bringt mich an meine Grenzen. Sollte es zu viel sein, kann ich jederzeit meinen Arbeitsrythmus selbst anpassen. Langeweile gibt es nicht, ausser ich habe gerade Lust darauf.

Was wirst Du in zehn Jahren tun? Wo wirst du sein?

Gotham City vor dem Bösen beschützen 😉

CRITERION FESTIVAL vom 28.-31. März 2019 – MESSE ZÜRICH             WWW.CRITERION.CH

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TRENDIGEGRÜSSE AUS MOSKAU

Es besteht kein Zweifel daran, dass Moskau zu einer der angesagtesten Städte der Welt gehört und seit einigen Jahren auch zu den trendigsten Mode-Metropolen. Weiter als nur Luxus wird auch die Qualität und Exklusivität sehr wertgeschätzt. Demnach war es nur eine Frage der Zeit bis die trendigen Moskauer unsere Schuhe entdecken!

Seit mehreren Jahren arbeitet der gebürtige Moskauer Rinat Salekhov erfolgreich als Video- und Fotoproducer. Für unsere neue Social Media Kampagne hat Rinat Salekhov unsere Schuhe in der Moskauer Innenstadt ins Szene gesetzt… ganz im Stil der trendigen Moskauer!

Fotograf: rinatsalekhov.com

 

 

 

 

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DAS KANDAHAR JOURNAL: DER BLICK HINTER DIE KULISSE

Gedanken und Ideen – Meilensteine und Visionen – Informationen und Wissenswertes, rund um die letzte Schweizer Schuhmanufaktur, ein Familienbetrieb der etwas anderen Art.

Am 15.08.2017 kam das abrupte Ende einer Legende namens Dieter von Allmen. In den 40 Jahren vor seinem Gleitschirm-Absturz brachte Dieter zusammen mit seiner Frau Konstanze von Allmen die Marke Kandahar zum heutigen Kultstatus. Sein Vater Fritz und dessen Gattin Gertrud von Allmen legten seit 1932 das solide Fundament der heutigen Schuhmanufaktur am Thunersee.

Mit der 3. Generation weht erneut ein frischer Wind in den Wänden des in den 60er Jahren erbauten Fabrikationsgebäudes. Nach langer Planung und Entwicklung, mit dem einen oder anderen Ereignis das zu Verzögerungen führte, ging die lang ersehnte Webseite im Dezember 2018 online. Heute ist eine Webseite die wichtigere Fassade einer Firma als die Räumlichkeiten, damit unsere Fans auf der ganzen Welt einen Einblick in unsere vier Wände bekommen.
In diesem Journal wollen wir mit euch, liebe Fans, ein Stück aus unserem Alltag teilen. Oder wir philosophieren über ein Thema das die Welt beschäftigt, vielleicht gibt es auch mal einen detaillierten Einblick in die technischen Aspekte unserer Schuhproduktion. Sogar eine Bildersammlung eines unserer Abenteuer schliessen wir an dieser Stelle nicht aus ;).

Manuel von Allmen: „Ich habe nicht viel für Schuhe und Mode übrig, dazu brauche ich einen kreativen Designer“ Eine schwierige Ausgangslage für den leitenden Inhaber einer Schuhmanufaktur. Auf das Stelleninserat für eine(n) neue(n) Speditionsmitarbeiter(in) bewarb sich Mariano Sulmoni als studierter Modedesigner. Der Zeitpunkt passte hervorragend, Dieter von Allmen und Mariano Sulmoni hatten vor dem tragischen Unfall die Gelegenheit sich kennenzulernen und sogar einige Stunden zusammen am CAD Schuhe zu modellieren – Glück im Unglück. Ohne mit der Wimper zu Zucken, akzeptierte Herr Sulmoni den Arbeitsvertrag unter den neuen Umständen und sah es als Gelegenheit sich zu verwirklichen. Bereits an seinem ersten Tag übernahm er die zentrale Aufgabe des Materialeinkaufes zur massiven Entlastung der gesamten Belegschaft. Heute Kreiert er das neue Gesicht und die Zukunft der Marke Kandahar, neben anspruchsvollen Aufgaben als rechte Hand des Geschäftsleiters. Selbstverständlich lebt die legendäre Handschrift von Dieter von Allmen in unserer Kollektion weiter, sie wird lediglich mit neuen Ideen und Designs ergänzt – Sozusagen „Ds Füfi u ds Weggli“.

Inzwischen wollt ihr sicherlich alle wissen, was es mit dem Tod unseres Patrons auf sich hat.
Seine Leidenschaft war das Gleitschirmfliegen, was ihn seit über zwei Jahrzehnte begleitete. Er wurde als ein äusserst strategischer Wettkampfpilot von seinen Flieger-Freunden beschrieben und erreichte seine Ziele durch akribische Planung und jahrelange Erfahrung. Bis zum Schluss flog er Wettkämpfe und Challenges auf der ganzen Welt, so ereignete sich sein Absturz auch bei einem Wettkampf in Mazedonien als er beim Versuch Höhe zu gewinnen in zu starke Turbulenzen geriet. Für seinen 70. Geburtstag am 11.11.2017 hatte er kein Fest geplant, er lebte wahrhaftig für die Schuhfabrik, die Fliegerei und seine Familie. Seine Frau sowie die Söhne waren sich sofort einig wie das Erbe aufgeteilt werden soll und somit bleibt die Kandahar Schuhmanufaktur zu 100% in den Händen der Familie von Allmen. Die Tradition der Schweizer Handarbeit, an der Dieter sowie sein Vater Fritz festhielten, wird weiterhin das Alleinstellungsmerkmal der Marke bleiben. Manuel von Allmen hat keinerlei Absichten die Produktion aus der Schweiz in eine günstigere Lohnregion zu verlegen. Die Marke bekommt zwar ein neues Gesicht, die Werte und Philosophien bleiben jedoch bestehen.

Kommt mit uns in die Zukunft und lasst euch von der Welt der Schuhhandarbeit verzaubern, es ist ein Handwerk das es zu schützen gilt. Ihr glaubt uns nicht? Bei einem Besuch in der Manufaktur könnt ihr euch selbst überzeugen :).